Aktualisiert: Juni 2026 | Lesezeit: 8 Minuten
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Ein Mini-PC ist die ideale Grundlage für dein Homelab – leise, stromsparend und leistungsstark genug für Proxmox, Docker und erste KI-Experimente. Aber welches Modell lohnt sich wirklich für dein Budget?
Statt einer generischen Rangliste zeige ich dir hier die besten Optionen nach Preisklasse – vom 40-Euro-Thin-Client bis zur 300-Euro-Neumaschine. Die Modelle auf dieser Seite haben sich über Jahre bewährt und sind auch Mitte 2026 noch die ersten Wahl – in vielen Fällen wurden sie erst 2023/2024 auf den Markt gebracht und sind technisch topaktuell.
🥇 Kurzempfehlung: Welcher Mini-PC passt zu dir?
| Kategorie | Empfehlung |
|---|---|
| 🥇 Beste Preis-Leistung | HP ProDesk 400 G4 (~90 € gebraucht) |
| 💰 Günstigster Einstieg | Fujitsu Futro S7010 (~40 € gebraucht) |
| 🚀 Beste Wahl für lokale KI | Lenovo M720q (~150 €) + 32 GB RAM |
| 🏠 Beste Wahl für Home Assistant | Fujitsu Futro S7010 (~40 €) |
| 🔧 Beste Wahl für Proxmox Cluster | 2× Dell Optiplex 3070 (~100 €/Stück) |
Worauf du achten solltest – drei häufige Anfänger-Fragen
Bevor es zu den Modellen geht, kurz die drei Dinge, die Einsteiger am meisten verunsichern:
“Reicht ein alter i5 gegen einen modernen N100/N95?”
Die kurze Antwort: Der alte i5 (8. Gen) ist meist stärker – trotz des größeren Modellnamens. Ein i5-8500T (6 Kerne) aus 2018 hat rund 50 % mehr Rechenleistung als ein aktueller Intel N95 (4 Kerne) aus 2023. Dafür verbraucht der N95 deutlich weniger Strom (~10 W vs. ~15-25 W im Leerlauf). Faustregel: Für viele gleichzeitige Dienste (Proxmox mit 5+ Containern) nimm den i5. Für einen einzelnen 24/7-Dauerläufer (Pi-hole, Home Assistant) reicht der N95/N100 völlig.
“Was ist ein Barebone? Muss ich löten?”
Ein Barebone ist ein PC, bei dem Arbeitsspeicher (RAM) und Festplatte (SSD) fehlen – quasi ein Auto ohne Räder. Du musst nicht löten, sondern nur zwei Teile einclipsen (wie Lego): Die SSD wird in einen Schlitz gesteckt und festgeschraubt, der RAM wird in einen Steckplatz gedrückt, bis er einrastet. Das sind 5 Minuten Arbeit, kein Spezialwerkzeug nötig. Kosten extra: 32 GB DDR4 RAM (gebraucht) + 500 GB NVMe SSD = ca. 150–200 € zusätzlich. Achtung: Aktuell (2026) sind RAM-Preise stark gestiegen – ein neues 32-GB-Kit kostet schnell 200+ €. Auf dem Gebrauchtmarkt oder bei Refurbished-Händlern findest du oft günstigere Angebote.
“Brauche ich für 2,5 GbE ein neues Netzwerk?”
Nein. Ein 2,5-Gigabit-Anschluss funktioniert auch an deiner normalen FRITZ!Box mit 1 Gigabit – er passt sich automatisch an die langsamere Geschwindigkeit an. Der Vorteil von 2,5 GbE zeigt sich erst, wenn du mehrere Geräte gleichzeitig stark belastest (z. B. Medienserver + Cloud + Backup parallel). Für die ersten Schritte reicht 1 GbE völlig.
Auf einen Blick
| Budget | Modell(e) | Zustand | Highlight |
|---|---|---|---|
| Bis 50 € | Fujitsu Futro S7010 | Gebraucht | Günstigster Einstieg – 4 Kerne, extrem sparsam |
| 80–150 € | HP ProDesk 400 G3/G4 Mini oder Dell OptiPlex 3060/3070 Micro | Gebraucht | Freie Wahl – was du günstiger findest |
| 150–200 € | Lenovo ThinkCentre M720q Tiny | Gebraucht | PCIe-Slot – erweiterbar wie kein anderer |
| 200–300 € | GMKtec G3S (Intel N95) | Neu | Neugerät – Alder Lake, 16 GB RAM, Garantie |
💰 Bis 50 €: Fujitsu Futro S7010 – Der 40-Euro-Server

Der Fujitsu Futro S7010 ist der absolute Budget-Champion. Gebraucht bekommst du ihn mit 8 GB RAM und 64 GB SSD bereits ab 30–50 € – und er ist erstaunlich brauchbar für seinen Preis.
Die CPU ist ein Intel Celeron J4125 (4 Kerne, 2,0–2,7 GHz). Das klingt nach nicht viel, reicht aber für leichte Dienste problemlos.
- Prozessor (CPU): Intel Celeron J4125 (4 Kerne, 2,0–2,7 GHz, 10 W)
- Arbeitsspeicher (RAM): 8 GB DDR4 offiziell, 16 GB getestet – 1 Slot (kein zweiter)
- Festplatte (SSD): 64 GB M.2 SATA (austauschbar, aber kein NVMe)
- Netzwerk: 1 Gigabit-Anschluss (GbE)
- Stromverbrauch (Leerlauf): ca. 3–7 W – extrem stromsparend
- Kühlung: Passiv (lüfterlos) – absolut lautlos
- Erweiterbarkeit: ❌ Nur 1 RAM-Slot. Nur M.2 SATA (kein NVMe). Kein PCIe-Slot.
- USB-C? Nein
- KI-Tauglichkeit: ❌ Für Ollama nicht geeignet
Ideal für: Pi-hole (Werbeblocker), Home Assistant (Smart Home), leichte Docker-Container, kleiner Dateiserver. Perfekt als erster Server zum Ausprobieren, ohne Geld zu verbrennen.
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💰 80–150 €: HP ProDesk G3/G4 Mini oder Dell OptiPlex 3060/3070 Micro
In dieser Preiskategorie hast du die freie Wahl – nimm einfach das Modell, das du gerade günstiger findest. Egal ob HP oder Dell: Die Leistung ist nahezu identisch.
Wichtiger Hinweis zur SSD: Im Gegensatz zum Fujitsu Futro unterstützen diese Geräte NVMe-SSDs (den schnellen Standard). Wenn du eine SSD dazukaufst, achte darauf, dass es eine NVMe ist – nicht die günstigere SATA-Variante.
HP ProDesk 400 G3 Mini (~50–100 € gebraucht)
- Prozessor (CPU): Intel Core i5-6500T oder i5-7500T (je 4 Kerne)
- Arbeitsspeicher (RAM): Bis zu 32 GB DDR4 – zwei Steckplätze (nicht verlötet)
- Festplatte: 1× M.2 NVMe/SATA + 1× 2,5-Zoll-SATA
- Netzwerk: 1 Gigabit (Intel)
- Stromverbrauch (Leerlauf): ca. 12–18 Watt
- Erweiterbarkeit: ✅ RAM nachrüstbar, zweiter SSD-Platz. Kein PCIe-Slot.
Ideal für: Ersten Proxmox-Server, Pi-hole, Docker, leichte NAS-Aufgaben.
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HP ProDesk 600 G4 Mini (~100–180 € gebraucht)
Der schnellere Bruder mit neueren CPUs der 8. Generation. Der i5-8500T (6 Kerne) hat spürbar mehr Leistung als der G3.
- Prozessor (CPU): i5-8500T (6 Kerne) oder i7-8700T (6 Kerne, 12 Threads)
- Arbeitsspeicher (RAM): Bis zu 32 GB offiziell (64 GB inoffiziell getestet)
- Festplatte: 1× M.2 NVMe + 1× 2,5-Zoll-SATA
- Netzwerk: 1 Gigabit (Intel)
- Erweiterbarkeit: ✅ RAM + Dual-Storage
Ideal für: Mehrere VMs unter Proxmox, Docker-Stack mit 5+ Containern.
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Dell OptiPlex 3060/3070 Micro (~80–180 € gebraucht)
Die direkte Konkurrenz zu HP. Identisches Preisniveau, ähnliche Specs. Der 3070 bringt die 9. Intel-Generation (i5-9500T).
- Prozessor (CPU): i5-8500T (6 Kerne) oder i5-9500T (6 Kerne)
- Arbeitsspeicher (RAM): Bis zu 32 GB DDR4 (64 GB inoffiziell getestet)
- Festplatte: 1× M.2 NVMe + 1× 2,5-Zoll-SATA
- Netzwerk: 1 Gigabit (Intel)
- USB-C? Nein (nur Dell Optiplex, Lenovo M720q hat USB-C)
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💰 150–200 €: Lenovo ThinkCentre M720q Tiny – Der Erweiterbare

Der Lenovo ThinkCentre M720q Tiny ist die Geheimwaffe für Homelab-Betreiber, die mehr wollen: Er verfügt über einen PCIe-Slot im Innern. Das bedeutet, du kannst eine 10-Gigabit-Netzwerkkarte, eine SATA-Erweiterungskarte oder sogar eine kompakte Grafikkarte nachrüsten – eine Möglichkeit, die kaum ein anderer Mini-PC dieser Preisklasse bietet.
- Prozessor (CPU): Intel Core i5-8500T (6 Kerne) oder i7-8700T (6 Kerne, 12 Threads)
- Arbeitsspeicher (RAM): Bis zu 32 GB DDR4 (64 GB inoffiziell getestet)
- Festplatte: 1× M.2 NVMe + 1× 2,5-Zoll-SATA
- Netzwerk: 1 Gigabit (Intel) – über PCIe auf 10 Gigabit erweiterbar
- Erweiterbarkeit: ✅ RAM + Dual-Storage + PCIe-Slot (Riser-Karte nötig)
- USB-C? Ja – einmal USB-C (selten in dieser Klasse!)
- Stromverbrauch (Leerlauf): ca. 12–20 Watt
- KI-Tauglichkeit: ✅ Phi-3-mini mit >10 Tokens/s, 32 GB RAM empfohlen
Ideal für: Homelab mit Erweiterungsplänen (10GbE, GPU), Proxmox-Cluster, KI-Spielereien.
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💰 200–300 €: GMKtec G3S – Neugerät mit Garantie

Der GMKtec G3S ist die beste Wahl, wenn du ein Neugerät mit Garantie möchtest und nicht auf dem Gebrauchtmarkt suchen willst.
- Prozessor (CPU): Intel N95 (4 Kerne, Alder Lake 2023, 15 W)
- Arbeitsspeicher (RAM): 8 oder 16 GB DDR4 – verlötet (nicht erweiterbar) ⚠️
- Festplatte: 1× M.2 NVMe (bis 8 TB)
- Netzwerk: 1 Gigabit Ethernet
- Stromverbrauch (Leerlauf): ca. 10–15 Watt
- Erweiterbarkeit: ❌ RAM verlötet, nur 1 SSD-Slot. Kein PCIe.
- KI-Tauglichkeit: ❌ 16 GB RAM für KI zu knapp
Wichtiger Hinweis für Käufer: Der Intel N95 (4 Kerne) ist leistungsmäßig schwächer als ein gebrauchter i5-8500T (6 Kerne) aus dem HP oder Dell für 100–120 €. Dafür bekommst du ein Neugerät mit Garantie und extrem niedrigem Stromverbrauch – perfekt für den 24/7-Dauerbetrieb.
Ideal für: Wer Neugerät mit Garantie will, Docker-Server, Home Assistant, Mediencenter.
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💾 Wohin mit den ganzen Daten? (Storage-Frage)
Die Mini-PCs haben oft nur Platz für 1–2 SSDs intern. Wenn du größere Datenmengen speichern willst (Nextcloud-Fotos, Filme, Backups), hast du mehrere Möglichkeiten:
- Externe USB-Festplatte – Einfachste Lösung. Ein 4 TB USB-3.0-Laufwerk (ca. 100–120 €) wird per USB eingesteckt und läuft stabil. Für Medienserver und Backups völlig ausreichend.
- NAS (Network Attached Storage) – Ein separater kleiner Server, der nur für Festplatten zuständig ist. Die Profi-Lösung, aber ab 200–300 € aufwärts.
- Interne 2,5-Zoll-SSD – Viele Modelle (HP, Dell, Lenovo) haben einen zweiten Slot für eine 2,5-Zoll-SSD. Da passen bis zu 4 TB rein – genug für die meisten Homelabs.
Mein Tipp für Einsteiger: Starte mit dem internen Speicher + einer externen USB-Festplatte für Backups. Ein NAS kannst du später immer noch nachrüsten.
💾 Günstige SSD-Empfehlung
| Modell | Preis (ca.) | Typ | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Kingston NV3 1 TB | ~139 € | NVMe PCIe 4.0 (schnell) | HP, Dell, Lenovo (nicht Futro!) |
| WD Blue SA510 1 TB | ~135 € | SATA M.2 (langsamer) | Fujitsu Futro, HP, Dell, Lenovo |
Lohnt sich ein gebrauchter Mini-PC fürs Homelab?
Ja, absolut! Gerade für den Einstieg sind gebrauchte Business-Mini-PCs von HP, Lenovo und Dell die beste Wahl:
- Preis: Bis zu 80–90 % günstiger als Neugeräte
- Verfügbarkeit: Riesiges Angebot durch Unternehmens-Ausmusterungen
- Haltbarkeit: Business-Geräte sind für den 24/7-Dauerbetrieb ausgelegt
- Stromverbrauch: Meist unter 25 W – ideal für den Dauerbetrieb
Preis-Leistungs-Vergleich aller Modelle
| Modell | Preis | CPU | RAM max. | Netzwerk | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Fujitsu Futro S7010 | ~40 € | J4125 (4C) | 8 GB | 1 GbE | Günstigster Einstieg, lüfterlos |
| HP ProDesk 400 G3 | ~80 € | i5-7500T (4C) | 32 GB | 1 GbE | Riesiges Angebot |
| HP ProDesk 600 G4 | ~120 € | i5-8500T (6C) | 32 GB | 1 GbE | 6 Kerne, 64 GB inoffiziell |
| Dell OptiPlex 3060 | ~120 € | i5-8500T (6C) | 32 GB | 1 GbE | – |
| Dell OptiPlex 3070 | ~150 € | i5-9500T (6C) | 32 GB | 1 GbE | 9. Gen Intel |
| Lenovo M720q Tiny | ~150 € | i5-8500T (6C) | 32 GB | 1 GbE | PCIe-Slot + USB-C |
| GMKtec G3S | ~220 € | Intel N95 (4C) | 16 GB | 1 GbE | Neugerät + Garantie |
Mini-PC für KI-Modelle – Was ist in welcher Preisklasse möglich?
| Budget | KI-Nutzung |
|---|---|
| Bis 50 € | ❌ Nicht geeignet – CPU zu schwach, RAM zu knapp |
| 80–150 € | ⚠️ Phi-3-mini (3,8B) läuft mit >10 Tok/s. Llama-3-8B langsam. 16+ GB RAM nötig. |
| 150–200 € | ✅ Phi-3-mini flüssig. Mit 32 GB RAM auch Llama-3-8B. GPU via PCIe-Riser (M720q). |
| 200–300 € | ⚠️ N95 für KI schwächer als i5-8500T, trotz neuerer Architektur. |
Fazit: Welcher Mini-PC passt zu deinem Budget?
| Dein Budget | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| 40–50 € | 👉 Fujitsu Futro S7010 – günstigster Einstieg überhaupt |
| 80–150 € | 👉 HP ProDesk 400 G3/600 G4 oder Dell OptiPlex 3060/3070 – je nach Angebot |
| 150–200 € | 👉 Lenovo M720q Tiny – PCIe macht den Unterschied |
| 200–300 € | 👉 GMKtec G3S – Neugerät mit Garantie (aber CPU-seitig schwächer als gebrauchte i5) |
Meine persönliche Empfehlung für Einsteiger: Hol dir einen HP ProDesk 400 G4 gebraucht für ~90 €. Dazu nachrüstbar: 16–32 GB RAM (gebraucht oft günstiger) und eine 500 GB NVMe-SSD. Der Rechner hat 6 Kerne, läuft leise und stromsparend – und du kannst später bei Bedarf die zweite SSD nachrüsten.
